Spielberichte

Panther bleiben zu Hause ohne Punktverlust

Im Derby geht es manchmal recht kurios zu. Nach der Niederlage in Delitzsch wollten die Panther natürlich zeigen, dass dies nur ein PlayOff-Ausrutscher war und das Derby-Rückspiel auch unbedingt für sich entscheiden. Die Gäste aus Köthen hatten sich zum Ziel gesetzt, den 2. Platz in der Tabelle unbedingt verteidigen zu wollen. Leider konnten nur wenige HG 85-Fans nach Halle kommen, da an diesem Wochenende die Jugendweihefeiern in Köthen anstanden. Bei sommerlichen Temperaturen begann die Partie wir zu erwarten mit einem munteren Schlagabtausch. In den ersten 15 Minuten wechselte sich die Führung ab, bevor die Panther einen Drei-Tore-Vorsprung heraus arbeiten konnten. Dies veranlasste den Gäste-Trainer, eine Auszeit zu nehmen. Danach lief es für die USVler nicht mehr ganz so flüssig und die Köthener schafften bis zum Halbzeitpfiff den Ausgleich zum 17:17.

Ziemlich gleich verlief die zweite Hälfte der Begegnung. Mit offenen Visier standen sich beide Mannschaften gegenüber. Viel Luft ließ keiner der beiden Teams ran, bevor in der 43. Spielminute Köthen ihrerseits mit drei Toren in Führung ging. Auch hier nahm diesmal Ines Seidler die Auszeit, um ihre Panther für die restlichen 15. Minuten neu einzustellen. Die USVler benötigen sieben Minuten, um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Eine herausragende Rolle spielte dabei Tom Kryszon, welcher sowohl vom Kreis als auch von der Aufbauposition insgesamt 12 Treffer in der Partie erzielen konnte. Die Gäste gingen zwar noch einmal mit zwei Toren in Führung, aber Franz Flemming bot im Tor mit einigen Glanzparaden den nötigen Rückhalt und hielt die Panther im Spiel. Fünf Minuten vor Schluss stand es wieder Remis und spätestens jetzt war der Derby-Modus eingeschaltet. Die Panther konnten zwei Tore vorlegen. Köthen erzielte den Anschlusstreffer, bevor Chris Heyer den 33. Treffer erzielte. Dann wurde es noch einmal sehr turbulent. Im Gegenzug erhielt Köthen einen Strafwurf zugesprochen, welchen Franz Flemming erst parierte, dann aber den Treffer im Nachwurf hinnehmen musste. Es waren noch 20 Sekunden zu spielen und die Panther hatten den Angriff. Natürlich gingen die HGler in die offene Deckung über. Ein Fehlwurf brachte den Gästen noch einmal die Chance auf den Ausgleich. Durch zwei Fouls verstrichen aber die Sekunden, so dass am Ende nur ein 12m-Freiwurf für die Köthener heraussprang, welcher seinen Weg nicht bis ins Tor fand.

Mit einem glücklichen 33:32 Sieg gingen die Punkte an den USV Halle. Die Köthener Mannschaft war sichtlich frustriert. Am nächsten Wochenende spielen die HGler nun in einem echten Endspiel um Platz 2 gegen Delitzsch. Für die Panther heißt es auch im letzten Spiel der Saison eine weiße Weste zu behalten. Außerdem ist noch die Revanche für die hohe Niederlage gegen Glauchau/Meerane aus dem Hinspiel offen.  Am 18.06.2022 geht es um die letzten zu vergebenden Punkte. Der amtierende Meister hofft auf ein zahlreiches Heimpublikum, um gemeinsam den letzten Sieg zu holen und die Meisterschale im Empfang zu nehmen!

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler 2, Berends N. 5, Kosak 1, Heyer 5/1, Berends S. 2, Wagner,  Pfeiffer 1, Hellmann, Kryszon 12, Sogalla 4, Gruszka 1, Brodowski, Thiele

Panther stolpern durch die letzte Auswärtspartie – Panther ohne Biss

Ein glanzvoller Meister-Auftritt zum letzten Auswärtsspiel sollte sicher anders aussehen als die Partie gegen den NHVC Delitzsch. Die Mannschaft um Trainerin Ines Seidler und die mitgereisten Fans hatten sich auch einen anderen Verlauf der Begegnung vorgestellt. Die Vorbereitungswoche durch Spieler-, Co-Trainer- und Trainingseinheitsausfall war zwar suboptimal, aber am Ring durch die Concorden-Halle wollten die Panther sich auch nicht führen lassen. Dies ist allerdings von der 1. Minute an passiert. Fehlwürfe, technische Fehler und keine Zugriffe in der Abwehr reihten sich aneinander, nach 22. Minuten konnten die USVler gerade einmal 2 Feldtore vorweisen. Ein 17:10 zur Halbzeit war schon recht eindeutig. Trotz einiger Umstellungen und dem Bewusstsein, den Meistertitel sicher zu haben, war von einer Kehrtwende in der zweiten Hälfte wenig zu spüren. Obwohl die Gastgeber die doppelte Strafzeit auf der Bank verbringen mussten, fehlte den Panthern jegliche Durchschlagskraft im Angriff und die Abwehr stellte sich weiterhin als äußerst löchrig da. So vergrößerte sich der Abstand nach und nach. Am Ende der Begegnung kassierten die Panther eine 35:25 Niederlage und damit die höchste der gesamten Saison.

Bei einigen Sportarten besteht die Möglichkeit, den schlechtesten Versuch streichen zu lassen. Für diese Spielserie wäre sicher diese Partie eine potenzielle Kandidatin. Natürlich darf man nicht vergessen, dass aus drei schweren Auswärtspartien vier Punkte geholt wurden und dies ein wesentlicher Garant für den vorzeitigen Meistertitel war. Dann dürfen Panther sicher auch mal einen Kater haben. Nun gilt es aber, die eingetretene Katerstimmung in den nächsten zwei Wochen zu überwinden. Im Derby gegen die HG 85 Köthen wollen die Hallenser zeigen, das sie zu Recht den Meistertitel tragen. In der SWH.Arena hofft man auf ein großartiges und zahlreiches Publikum, welches lautstark die Panther unterstützen soll. Die Mannschaft und das Trainerteam werden ihren Beitrag für einen erfolgreichen Heimauftritt leisten.

Die PlayOff-Tabelle auf den folgenden Plätzen ist nach wie vor eng. Gleich vier Mannschaften kämpfen um die letzten vier Punkte. Die Teams aus Köthen, Freiberg, Delitzsch und Glauchau/Meerane können noch die Medaillenränge erreichen. Somit werden die beiden letzten Spieltage noch einmal recht spannend werden. Die Panther wollen dabei die Meisterrolle spielen.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler, Berends N. 1, Kosak 1, Heyer 6/6, Berends S. 1, Reißmann 2, Pfeiffer 1, Kryszon 6, Sogalla, Gruszka 2, Conrad 4, Thiele

 

Panther holen 3 Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft

Für Sportler gibt es immer diese Momente, welche für die ganz persönliche Ewigkeit und natürlich für die Mannschaft geschaffen sind. Davon gab es am Samstag gleich zwei – mit dem Siegtreffer von Sascha Berends in der letzten Sekunde und kurz danach, als die Mannschaft erfuhr, dass es für die HG 85 Köthen nur zu einem Remis in Pirna gereicht hatte. Dies bedeutete nicht nur den Auswärtssieg, sondern die Meisterschaft in der MDOL 2021/22.  Ausgelassen wurde gefeiert, Meistershirts wurden übergezogen und die Fans hatten die Meisterplane dabei! Ein gelungener Auftritt mit einem perfekten Abend in Freiberg.

Vor dem Spiel war allerdings höchste Konzentration gefragt. Die typische Ruhe auf der Hinfahrt im Bus, die Spielvorbereitung, die Ansagen des Trainerteams und die WarmUp-Phase vor dem Anpfiff zeigten schon, dass das Team sich darauf fokussierte, aus Freiberg zwei Punkte mitzunehmen. Die Dachse der HSG wussten aber auch um Ihre Chance, in eigener Halle einen weiteren Sieg einzufahren. Beide Teams waren bis zum Anpfiff ungeschlagen in den PlayOffs unterwegs.

Pünktlich 20 Uhr ging es los. Nach zwei Minuten lagen die Panther mit 1:2 vorn, dies blieb allerdings auch die letzte Führung bis zu den Schlussminuten der Partie. Es entwickelte sich ein recht schnelles Spiel und ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Panther und Dachse. Die Führung der Gastgeber und anschließender Ausgleichstreffer der Panther wechselten sich ab. So stand es in der 28. Minute 16:16, bevor die Dachse noch zwei Treffer bis zu Halbzeit vorlegten. Bis dahin hatten die USVler schon einige sehr gute Chancen vergeben, einfache Tore aus der Aufbaureihe der Freiberger zeigten auch, dass die Abwehrbewegungen der Panther noch nicht optimal funktionierte. So ging es mit einer 18:16 Führung der HSGler in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff versuchten die Gastgeber, ihren Vorsprung auszubauen, was ihnen  bis zu 40. Minute auch gelang. Beim Stand von 21:17 nahm Ines Seidler die notwendige Auszeit. Eine vermeintliche Vorentscheidung im tierischen Duell sollte natürlich vermieden werden. Freibergs bester Spieler Nico Werner gelang es noch, einen Strafwurf zu verwandeln. Dann begann die Jagd der Panther. Den Dachsen gelangen in den letzten 20 Minuten gerade einmal drei Treffer. Franz Flemming im Tor gab den nötigen Rückhalt für die nun fast epische Restspielzeit. Sicher waren noch einige technische Fehler und misslungene Torwürfe zu sehen, aber die Aufholjagd zeigte bei den Dachsen eine deutliche Wirkung. In der 52. Spielminute beim Stand von 24:22 krönte Franz Flemming seine Leistung mit einem gehaltenen Strafwurf gegen Nico Werner. Im Gegenzug gelang der Anschlusstreffer durch Chris Heyer und Tom Kryszon sorgte auf seine unnachahmliche Art für den Ausgleich und dem folgenden Führungstreffer in der 57. Minute zum 24:25. Die Halle tobte und alle hatten sich von Ihren Plätzen erhoben, als Nico Werner wiederum den Ausgleich warf. Beide Teams schenkten sich nichts, jedoch gelang kein weiterer Treffer. Die Trainerteam der Gastgeber nahm nun die Auszeit. nach einer vergebenen Chance der Freiberger, verblieb den Panthern nun 20 Sekunden für den entscheidenden Prankenhieb. Ines Seidler nahm die Auszeit, um den letzten Angriff zu besprechen. Es sollte ein Angriff für die Geschichtsbücher der MDOL in der Saison 2021/2022 werden. Sascha Berends beendete mit seinem Treffer in letzter Sekunde das lange Warten auf den Meistertitel für die USV Halle Panther! Für alle Anwesenden war dies schon ein denkwürdiger Augenblick. Selbst Trainerin Ines Seidler konnte es kaum fassen – für Sie übrigens der erste Titel in der MDOL und natürlich auch für viele Spieler.

Mit der Meisterschaft im Gepäck wurde sehr spät die Rückfahrt angetreten, welche auch recht ausgelassen verlief. Vielen Dank für sein Verständnis an unseren Meisterfahrer Silvano! Leider ear dies für die laufende Sasion auch die letzte Fahrt. Nächste Woche geht es nun nach Delitzsch, bevor im Juni die abschließenden beiden Heimspiele anstehen. Ziel ist es trotz vorzeitigem Titelgewinn die restlichen PlayOff-Spiele zu gewinnen, um die Saison 2021/22 wahrhaft meisterlich zu beenden.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler, Kosak 2, Heyer 5, Berends S. 2, Berends N. 1, Reißmann 1, Pfeiffer, Sogalla 2, Conrad 5,  Kryszon 7, Gruszka 1,  Thiele

Text: Torsten Kamenz

 

 

Duell der Saalestädter – in Halle fließt das Wasser schneller

Jena und Halle nehmen für sich beide in Anspruch, den Beinamen „Saalestadt“ zu führen. Nun stellte sich die Frage, ob der HBV Jena 90 oder Halle in der selbigen baden gehen würde. In der schön gelegenen Werner-Seelenbinder-Halle war die Anpfiff-Zeit und die Seitenwahl schon eine taktische Variante im Spiel. Die untergehende Sonne sorgte in der zweiten Hälfte durchaus für eine rote Stirn bei Torwart Helmut Feger und zusammen gekniffenen Augen bei manchem Spieler.  Zu diesem Zeitpunkt war die Partie allerdings schon fast entschieden.

Eine schnelle Führung der Panther in den Anfangsminuten  konnten die Gastgeber zwar kurzzeitig nach 15 Minuten ausgleichen. Die USVler übernahmen aber schnell wieder das Zepter im Spiel und bauten in der verbleibenden Zeit der ersten Hälfte ihren Vorsprung wieder auf drei Tore aus. Mit einer 11:14 Führung der Panther ging es in die Pause. In der zweiten Hälfte behaupteten die USVler ihre Führung. Geprägt war diese 30 Minuten zeitweise von einigen technischen Fehlern, Strafwürfen und -zeiten auf beiden Seiten. Wirklich in Gefahr gerieten die Panther allerdings nicht. Schöne Tore von den Außenpositionen, einige gute und erfolgreiche Kombinationen und ein gut aufgelegter Helmut Feger im Tor sorgen für einen ungefährdeten Sieg. Die PlayOffs führen die Panther mit 18:2 Punkten an. Köthen und Freiberg folgen mit jeweils 12:8 Punkten. Vier Partien müssen noch gespielt werden. Nächstes Wochenende folgt ein Kracher. Die Hallenser müssen nach Freiberg in den Dachsbau. Panther gegen Dachse ist naturgemäß eine bissige Angelegenheit, zumal der Tabellenführer zum Drittplatzierten fährt. Ganz nebenbei kann dort schon eine Vorentscheidung über den Ausgang der Saison fallen. Die Bronzemedaille und somit das Saisonziel der Panther ist jedenfalls schon vier Spieltage vor Saisonende erreicht. Die Jagd nach der Meisterschaft geht weiter!

war bei allen riesig.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kosak 5, Heyer 10/6, Berends S. 3, Berends N. 4, Sogalla 1, Conrad 4, Pfeiffer, Kryszon 1, Gruszka 1, Thiele

Text: Torsten Kamenz

 

Panther bauen Spitzenposition weiter aus

Mit 32:30 besiegten am Samstagabend die USV Halle Panther die SG Pirna/Heidenau in der PlayOff  Runde der Mitteldeutschen Handball Oberliga. Auf Grund der gleichzeitigen Niederlagen der Verfolger HG 85 Köthen, des NHV Concordia Delitzsch und des HBV Jena baute man nun den Vorsprung auf sechs Punkte aus.

Die Gäste aus Pirna erwischten den etwas besseren Start ins Spiel und konnten mit 0:1 in Führung gehen. Chris Heyer glich mit seinem ersten Treffer von insgesamt elf erst zum 1:1 aus und kurz darauf auch zum 2:2 Anschluss. In der vierten Spielminute gelang dann Paul Kosak der Führungstreffer zum 3:2. Zwar konnten die Gäste schnell wieder ausgleichen, aber mit seinem ersten verwandelten Strafwurf – von insgesamt sechs – brachte Heyer sein Team wieder in Führung und Julius Conrad traf kurz darauf zur 5:3 Führung. Nun legten die Hallenser vor und nach zehn Spielminuten lagen diese mit 8:5 gut in Front. In der 14. Spielminute beim Stand von 11:7 griff dann der Gästetrainer Dusan Millicevic erstmals zur Grünen Karte und stellte sein Team in dieser Auszeit neu auf die Spielsituation ein. Dies zeigte in der Folge auch schnell Wirkung. Innerhalb von sechs Minuten waren die Gäste wieder dran. Beim Stand von 12:11 nahm Halles Trainerin Ines Seidler eine Auszeit. Die Hallenser behaupteten ihr kleine Führung weiter, mussten allerdings drei Sekunden vor dem Pausenpfiff den 17:16 Anschlusstreffer hinnehmen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff trafen die Gäste dann zum 17:17 Ausgleich. Die Hallenser gingen zwar ihrerseits immer wieder in Führung, aber Pirna setzte schnell nach und glich immer wieder aus.  In der 44. Spielminute gelang ihnen dann sogar noch mal der Führungstreffer zum 22:23. Nun war die Gefahr groß, dass das Spiel kippte, aber ein weiterer Treffer von Paul Kosak und der fünfte Treffer von Julius Conrad brachten die Panther schnell wieder in Führung. Conrad war es nun auch, der sein Team mit weiteren vier schönen Treffer von der rechten Außenbahn in Führung hielt. Aber auch die Gäste gaben nicht nach und hielten mit ihren Toren das Spiel weiter offen. In der 56. Spielminute beim Stand von 30:30 war nun wieder alles offen. Eine Zeitstrafe gegen Pirna und ein erneuter Treffer durch Conrad brachten Halle jetzt auf die Siegerspur. Keinen der Zuschauer in Sporthalle am Bildungszentrum hielt es nun mehr auf seinem Platz. Fünf Sekunden vor Spielende sorgte dann Nicolas Berends mit seinem Treffer zum 32:30 Endstand und die Freude über den Doppelpunktgewinn war bei allen riesig.

Nun folgen drei Auswärtspartien im verbleibenden Mai. Ziel ist es, den einen oder anderen Punkt aus Jena, Freiberg und Delitzsch mitzunehmen. Die Tabellenspitze wollen die Panther bis zum nächsten Heimspiel auf alle Fälle behaupten.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler, Kosak 3, Heyer 11/6, Berends S. 1, Berends N. 2, Sogalla 3, Conrad 9, Pfeiffer 1, Kryszon 2, Gruszka, Brodowski, Thiele,

Text: Olaf Thiele

Panther jagen durch die Glockenstadt

Mit einem furiosen Sieg starten die Panther in die PlayOffs. Zu Gast beim HSV Apolda 1990 wollten die USVler überzeugend auftreten und dies gelang fast über die gesamte Spielzeit. Ab der 8. Minute übernahmen die Panther die Führung und das Zepter in dieser Partie. Die Apoldaer Gastgeber mussten schon in der 15. Spielminute die erste Auszeit nehmen – beim Spielstand von 5:9 war dies auch notwendig. Ernsthaft gefährden oder gar stoppen konnten die Glockenstädter die Torejagd der Panther allerdings nicht. Schwer herausgespielte Tore der Apoldaer beantworteten die Panther mit schnellen erfolgreichen Angriffen und teilweise einfachen Toren. Mit einem Treffer von Chris Thiele – übrigens mit links geworfen – zur 12:17 Führung für die USVler ging es in die Pause.

Nach der Halbzeit konnten die Panther immer einen Sechs-Tore-Vorsprung verteidigen und diesen auch noch Stück für Stück ausbauen. Die Gastgeber fanden kein Mittel, den effektiven Angriff der Panther zu unterbinden. Fehler der Apoldaer nutzen die USVler zu schnellen Gegentoren. Das Spiel wurde zwar härter und teilweise auch etwas unfair, aber davon ließen sich die Panther nicht beeindrucken. Zudem entschärfte Helmut Feger im Tor zwei Strafwürfe. Die mitgereisten Fans sahen eine sehr überzeugende Vorstellung der Hallenser, welche am Ende verdient mit 25:33 siegten.

Das Trainerteam hatte ganze Arbeit geleistet und die Mannschaft hervorragend auf dieses Spiel eingestellt. Als aktueller Tabellenführer empfangen die Panther nun am nächsten Wochenende die SG Pirna/Heidenau. Im Hinspiel konnten die Panther mit einem Tor Vorsprung gewinnen. Die Gäste wollen sich bestimmt revanchieren und in Halle punkten. So wird das zweite PlayOff-Spiel wieder eine spannende Angelegenheit in der Sporthalle am BIZ werden.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler 1, Kosak 2, Heyer 12/4, Berends S. 2, Berends N. 7, Reißmann, Pfeiffer, Hellmann,  Kryszon 4, Sogalla 4,  Conrad, Thiele 1

Text: Torsten Kamenz

Derbysieg vor Ostern

Wenn das Derby der USV Halle Panther gegen HG 85 Köthen ansteht, füllt sich die Halle in Köthen auch mit einer Menge Panther-Fans. Die letzten Jahre waren dies immer spannende Auseinandersetzungen mit echtem Derby-Charakter. So auch zum letzten Spiel der Hinrunde in der MOL, welches wahrscheinlich am Ende der Partie die Unterschrift trug: Der Krug geht so lange zum Heyerischen Brunnen bis er bricht. Denn am Sonntag trafen zwei der besten Werfer der Liga aufeinander. Lukas Krug und Chris Heyer lieferten sich auf Ihren Positionen ein unnachgiebiges Duell bis zur letzten Sekunde. Letztendlich war Lukas Krug mit 8 Toren aus dem Feld und Chris Heyer mit 10 Toren erfolgreich, außerdem konnte USVler Heyer noch 5/5 Strafwürfe beim denkwürdigen Panther-Sieg für sich verbuchen. Natürlich bestand die Partie nicht nur aus den beiden Spielern. Beide Mannschaften sorgten von Beginn an für ein regelrechtes Hin und Her und Auf und Ab im wahrsten Sinne des Wortes. Führungen, Strafzeiten, Tore, Paraden und vergebene Chancen wechselten sich ab. Die vollbesetzte Halle in Köthen kam niemals zur Ruhe, da sich weder der Gastgeber noch die Panther abhängen ließen. Zur Pause stand es Remis und allen war bewusst, dass nur durch besondere Umstände der Spielverlauf in der 2. Hälfte sich ändern würde. Und genauso verliefen letztendlich auch die zweiten 30 Minuten wie die erste Hälfte. Die 13:12 Führung der Köthener kurz nach Wiederanpfiff sollte zwar die letzte Führung der Gastgeber sein, aber mehr als zwei Tore Rückstand ließen diese auch nicht zu. In der 57. Spielminute stand es wieder Unentschieden, bevor Nicolas Berends der Führungstreffer in der letzten Spielminute erzielte. Trotzdem waren noch hinreichend Sekunden zur Verfügung, um einen Ausgleich zu erzielen. Allerdings reichte auch eine Überzahl in den letzten 10 Sekunden nicht aus, den entscheidenden Pass zu spielen. Tobias Pfeiffer auf der Außenposition war sehr aufmerksam und ahnte das Abspiel. Er sicherte den Ball und so ging die Partie mit einem denkbar knappen Ergebnis an die USV Halle Panther. So belohnten sie sich und die mitgereisten Fans am Wochenende vor Ostern mit 2 Punkten im Osternest.

Dieser Sieg brachte zwar keine bessere Platzierung zum Abschluss der Hinrunde, aber zwei wertvolle Punkte für die PlayOffs. Mit Platz 1 starten die Panther nun in die Meisterrunde und wollen die Erwartungen der Fans und natürlich die eigenen erfüllen. Unbedingt soll am Ende der Saison ein Medaillenplatz erreicht sein. Die Mannschaften der PlayOffs und PlayDowns stehen nun fest, die Begegnungen werden noch festgelegt und starten am letzten April-Wochenende.

Wir wünschen allen Sponsoren, Partnern und Fans ein angenehmes Osterfest und freuen uns auf die Heimspiele mit euch während der PlayOffs!

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler, Kosak, Heyer 15/5, Berends S. 2, Berends N. 4, Reißmann, Pfeiffer, Kryszon 2, Sogalla, Gruszka 2, Conrad 1, Thiele

Text: Torsten Kamenz

Torefestival zum Sonntag

Sonntagsspiele sind für die Panther bisher wenig erfolgreich gewesen. Allerdings wurde noch nie in der SWH-Arena eine Partie zum Sonntag ausgetragen. Das letzte Heimspiel fand am 20.11.2021 statt und konnte gegen die Freiberger mit 33:24 deutlich gewonnen werden – allerdings zur gewohnten 19 Uhr-Samstagszeit und auf heimischen Parkett im BIZ.

Nun galt es, die weiße Heimspielweste zu verteidigen und damit den Sonntagsbann zu brechen. In den ersten Minuten sah es aber so aus, als ob die Plauener Gäste ihre Minimalchance auf die PlayOffs wahren wollten und gingen mit 0:3 in Führung. Über ein 4:8 und ein 10:13 taten sich die Panther anfangs schwer, die wurfgewaltigen Plauener zu stoppen. Der Trainer der Gäste ahnte allerdings, dass die Partie so nicht weiter verlaufen würde. Die nun sicherer agierenden USVler konnten durch Julius Conrad den 13:13 Ausgleich erzielen. Nur ein zweifelhafter Strafwurf für die Gäste besorgte dem HC Einheit eine knappe 15:16 Führung zur Pause.

Nach der Halbzeit erzielte wiederum Julius Conrad den 17:17 Ausgleichstreffer. Ein Signal zum Angriff der Panther setzte dann Franz Flemming mit einem gehaltenen Strafwurf. Im direkten Gegenzug traf Chris Heyer vom 7-Meter-Punkt und die USVler gingen damit in Führung. Die folgenden 15 Minuten liefen für die Panther wie am Schnürchen. Einer aufmerksamen Deckung der Gastgeber folgten einige Ballverluste der Plauener. Konsequent setzten die Panther diese Fehler in Tore um und enteilten zum 28:21 bis zur 50. Spielminute. Damit war die Gegenwehr der Gäste gebrochen. Schöne Tore von allen Positionen sorgten für einen sicheren 34:24 Sieg. Alle Feld-Spieler des USV Halle konnten sich in der Torschützenliste eintragen und ließen sie nach Abpfiff von den Fans feiern.

Mit dem 3. Platz geht es nun zum Showdown am nächsten Wochenende nach Köthen zum Spitzenreiter der Liga. Die finale Platzierung in der Hinrunde ist sicher weniger relevant – eventuelle Punkte für die PlayOffs allerdings schon. Die Panther haben bisher eine recht komfortable Ausgangsposition für die Playoffs, mit einem Sieg in Köthen könnte diese noch ausgebaut werden.

Der Spielplan für die PlayOffs steht noch nicht final fest. Auf jeden Fall geht es Ende April los – wir können gespannt bleiben!

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler 3, Kosak 3, Heyer 4/1, Berends S. 1, Berends N. 3, Reißmann 3, Pfeiffer 2, Kryszon 6, Sogalla 3, Gruszka 2, Conrad 3, Thiele 1

Text: Torsten Kamenz

Panther stoppen per Muskelkraft die Lok

Nach dem Re-Start der Hinrunde und nur einem Spiel gegen den HC Aschersleben war völlig unklar, auf welchem Leistungsniveau sich die Panther bewegen. Die Tabelle mit Platz 3 für die Panther und Platz 5 für die Gastgeber war nach der langen Pause auch nicht aussagekräftig. So waren die Mannschaft und die mitgereisten Fans gespannt, wie die Partie verlaufen wird. Die Panther des USV Halle waren schon etwas dezimiert nach Sachsen gefahren – das Trainerteam musste ohne Tom Kryszon, Tobias Pfeiffer und Chris Thiele planen.

Vor einer gut gefüllten Kulisse begannen die Panther mit dem ersten Treffer das Spiel. Eine weitere Führung gelang aber in den nächsten 20 Minuten nicht mehr. Das Spiel war sehr zerfahren, da es viele Unterbrechungen gab und ein kontinuierlicher Aufbau kaum möglich war. Die Lok aus Pirna konnte allerdings nie mit Volldampf fahren, da die Panther sich dranhängten und keinen größeren Vorsprung als zwei Tore zuließen. Beim 9:9 Ausgleich durch Max Gruszka schien die Kraft und Konzentration der Gastgeber nachzulassen. Die Panther nutzen jetzt ihre Chancen und konnten bis zur Pause einen Zwei-Tore-Vorsprung zum 14:16 heraus spielen.

Nach der Halbzeit warfen die Eisenbahner ein paar Kohlen mehr ins Feuer und es schien, dass die Lok nochmal ordentlich an Geschwindigkeit zunimmt. Der Ausgleich war schnell hergestellt und die Führung wechselte nun ständig. In der 53. Minute konnten nun die Pirnaer ihrerseits einen 2-Tore-Abstand für sich verbuchen. Davon ließen sich die Panther wenig beeindrucken. Im Gegensatz zum Ascherslebener Spiel behielt man die Ruhe und Chris Heyer sorgte bis zur 55. Spielminute für den Ausgleich. Ohne wirklich hochklassig zu sein, war spätestens ab diesem Augenblick die Begegnung wieder einmal kaum an Spannung zu übertreffen. Nicolas Berends erzielte den Führungstreffer und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch den 6. Strafwurf der Eisenbahner konnte Nico Berends zweimal nachlegen und stoppte so mit der gesamten Mannschaft des USV Halle die Pirnaer Lok.

Mit dem Endstand von 28:29 für die Panther konnte nicht nur der derzeitige Bronze-Platz in der Liga verteidigt, sondern auch ein sicherer Platz bei den anstehenden PlayOffs gebucht werden. Auf Grund der Planung ist nun wieder ein Wochenende spielfrei in der Liga. Am 03.04.2022 kommt der HC Einheit Plauen zu Besuch, welche am Wochenende gegen den HC Aschersleben verloren haben. Die Heimpartie wird zur ungewohnten Zeit und am ungewohnten Ort – am Sonntag, 16 Uhr in der SWH.Arena – starten. Wir hoffen auf viele Besucher und Fans, um gemeinsam den 3. Platz in der MOL zu verteidigen!

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler, Kosak, Heyer 7/2, Berends S. 2, Berends N. 6, Reißmann, Sogalla 5, Gruszka 7, Czycholl, Conrad 2,

Text: Torsten Kamenz

 

Panther lassen einen Punkt liegen

Für die USV Halle Panther missglückte der Neustart der Rückrunde in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga. Beim 24:24 gegen den HC Aschersleben „Alligators“ ließen sie unnötig einen Punkt liegen.

Nach dreimonatiger Spielpause starteten beide Teams nervös in die Begegnung. Aschersleben konnte den ersten Treffer erzielen und im Gegenzug gelang den Hallensern sofort der Ausgleich.  Bis zum 4:4 legte so der Gastgeber immer wieder vor und dank dreier Treffer von Chris Heyer, glich Halle immer wieder schnell aus. In der zehnten Spielminute erzielte dann Sascha Berends die erste Hallenser Führung zum 4:5. Treffer von Kryszon, Sogalla und Heyer brachten die Panther in der 16. Spielminute in eine komfortable Vier-Tore-Führung zum 6:10. Doch nun spielten die Alligators auf und bei den Panthern gelang zehn Minuten nichts mehr. Reihenweise scheiterten man am Ascherslebener Torhüter Sven Mevissen. Dieser hatte wenig Mühe, die schlecht platzierten Hallenser Würfe zu parieren. Beim 11:10 übernahmen so die Gastgeber wieder die Führung im Spiel. Dank eines weiteren Treffers von Pierre Sogalla und eines verwandelten Strafwurfes von Chris Thiele, konnte man mit 12:12 in die Halbzeitpause gehen.

Mit zwei Treffern in Folge startete das Team um Trainerin Ines Seidler die zweite Spielhälfte, auch davon ließ sich der Gastgeber nicht beeindrucken und erkämpfte sich innerhalb von fünf Minuten erneut einen 16:15 Führung. Diese blieb aber nicht von langer Dauer. Bis zur 47. Spielminute erkämpften sich die Hallenser wieder eine gute 18:21 Führung und konnte diese auch bis zur 53. Spielminute verteidigen. Leider ließ man nun wieder reihenweise gut herausgespielte Torchancen liegen und verpasste es so, dass Spiel zu entscheiden. Die Ascherslebener blieben so weiter im Spiel und zehn Sekunden vor Spielende gelang ihnen dann der Ausgleichstreffer zum 24:24 Endstand.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler 1, Kosak, Heyer 4, Berends S. 2, Reißmann, Kryszon 6, Sogalla 5, Gruszka 1, Czycholl,

Conrad 2, Thiele 3/3

Text: Olaf Thiele