Spielberichte

Panther-Siegesserie gerissen

Denkbar knapp unterlagen Halles Handballmänner am Samstagabend ihr Heimspiel in der Mitteldeutschen Oberliga. Mit 29:30 geben sie erstmals seit zwei Jahren die Punkte in heimischer Halle aus der Hand. Mit 10:2 Punkten belegen sie allerdings weiterhin den zweiten Tabellenplatz in der Liga.

Das dies kein leichtes Spiel werden würde, war allen Beteiligten von Beginn an bewusst. Die bisherigen Aufeinandertreffen waren immer hart umkämpfte Spiele. Die Gäste vom NHV Concordia Delitzsch besitzen eine der besten Abwehrreihen in dieser Saison. Die Panther kamen aber gut ins Spiel und lagen in der fünften Spielminute bereits mit 3:1 in Front. Bis zur 12. Spielminute bauten sie Ihre Führung zum 8:4 aus. Gästetrainer Jan Jungandreas reagierte nun mit einer Auszeit auf  das Spielgeschehen, allerdings zeigte diese noch keine Wirkung und die Panther blieben weiter vorn. Als die Gäste in der zwanzigsten Spielminute plötzlich bis auf ein Tor,beim Stand von 11:10 an die Hausherren dran waren, nahm Ines Seidler ihre erste Auszeit und versuchte ihr Team neu einzustellen. In der 25. Spielminute kassierte dann der Delitzscher Martin Müller nach einem groben Foul an Piere Sogalla eine direkte rote Karte und fehlte so seinem Team in der Abwehr. Zum Halbzeitpfiff lagen die Panther mit 14:12 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste einen super Start und konnten das Spiel innerhalb von fünf Minuten drehen. Nur einen Treffer erzielten die Panther und vier Delitzsch, die so die 15:16 Führung übernahmen. Danachfanden die Panther aber wieder zu ihrem Spiel und es gelangen jetzt drei Treffer in Folge. Bis zur 43. Spielminute lagen die USVler in Front. Dann kassierten sie aber bereits ihren achten Strafwurf gegen sich, der zum 21:21 Ausgleich führte. Nun wurde es immer lauter in der Halle. Beide Teams kämpften um jeden Ball. Halle legte vor und Delitzsch zog nach. In der 50. Spielminute gingen dann erneut die Gäste mit 24:25 in Führung und nun waren die Panther im Zugzwang. Aber auch sie schafften immer wieder den Ausgleichstreffer. 29:29 stand es in der 59. Spielminute und Delitzsch war im Angriff. Nach einem gescheiterten Torwurf zeigten die Schiedsrichter allerdings erneut auf den Strafpunkt und die Gäste konnten diesen Strafwurf zur 29:30 Führung verwandeln. Im letzten Angriff der Hallenser gelang ihnen der Ausgleichstreffer allerdings nicht mehr und so kassierten sie in der aktuellen Saison ihre erste Niederlage.

Es spielten:

Feger, Weber,

Kosak, Berends S., Berends N. 5, Reißmann 2, Pfeiffer 4, Hellmann 4/2, Kryszon 8, Sogalla 3, Gruszka 1, Conrad 2, Thiele

Panther gewinnen Derby

Im Sachsen-Anhalt-Derby zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellendritten gehen die USV Halle Panther alsGewinner des Abends hervor. Mit 33:30 besiegen die Hallenser am Samstagabend im Spitzenspiel der Mitteldeutschen Handball Oberliga die HG 85 Köthen. Weiterhin ungeschlagen belegen sie mit 10:0 Punkten den zweiten Tabellenplatz punktgleich mit dem HC Burgenland, welche auf Grund der besseren Tordifferenz momentan den ersten Tabellenplatz innehaben.

Das mit großer Spannung erwartete Derby begann sehr ausgeglichen und den ersten Treffer konnten die Gäste erzielen. Die Panther zogen jedoch schnelle nach und glichen aus. Bis zum 2:3 waren es die Köthener, die jeweils den Führungstreffer erzielen konnten. Nach dem 3:3 Ausgleichstreffer durch Tom Kryszon konnte dieser auch kurz darauf die erste Hallenser Führung erzielen. Nun lagen die Panther in Front und die Gäste zogen nach. Jeder Fehler wurde auf beiden Seiten mit einem schnellen Gegentreffer bestraft. Es war ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Nach zwei schönen Treffern von Niklas Reißmann und einem verwandelten Strafwurf von Jonas Hellmann lagen die Panther in der 19. Spielminute komfortabel mit 12:9 in Führung. Bis zum Seitenwechsel konnten man diese dann sogar noch auf vier Tore Vorsprung zum 18:14 ausbauen.

Nach dem Wiederanpfiff gestaltete sich weiter ein offener Schlagabtausch und die Hallenser verteidigten ihre Führung noch zehn Minuten lang. Dann jedoch stockte der Spielfluss dr Panther und es schlichen sich einige Fehler und Fehlwürfe ein. Dies konnten die Gäste gut nutzen und glichen das Spiel in der 43. Spielminute zum 23:23 aus. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war Derby-Stimmung angesagt. Der Führungstreffer gelang den Köthener HGlern in dieser Phase zum Glück jedoch nicht. So fingen sich die Panther schnell wieder und konnten durch schnelle Treffer von Berends N., Kryszon und Gruszka die erneute drei Tore Führung wiederherstellen. Aber auch hiervon ließen sich die Köthener nicht beeindrucken und blieben dran. In der 53. Spielminute gelang ihnen nochmals der Ausgleichstreffer zum Stand von 28:28. Zwischen den Hallenser Pfosten stand nun Youngster Oliver Weber und dieser glänzte in der Endphase des Spiels mit guten Aktionen. So gewannen die Panther -angetrieben von den Trommelschlägen der Fans und der lautstarken Unterstützung unserer jungen Fans – nun die Oberhand und gingen erneut in Führung. Diese konnten sie dann auch bis zum Abpfiff behaupten. Glücklich feierten Sie mit ihren Fans den 33:30 Derbysieg, der nicht nur die nächsten Punkte brachte, sondern auch immer ein Prestige-Sieg darstellt.

Es spielten:

Feger, Weber,

Kosak, Berends S. 2, Berends N. 5, Reißmann 7, Pfeiffer 2, Hellmann 4/3, Kryszon 8, Sogalla 1, Gruzska 2, Conrad 1, Thiele 1,

Arbeitssieg in der Salzland-Sporthalle

Für die USV Halle Panther gab es auch im vierten Saisonspiel einen deutlichen Sieg. Mit 44:37 sicherte man sich beim HV Rot Weiß Staßfurt erneut zwei Punkte und belegt mit 8:0 Punkten weiterhin den zweiten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga.

Wenn der amtierende Meister gegen den Aufsteiger spielt, heißt das nicht automatisch Selbstlauf. Dies war den Panthern aus Halle sehr bewusst und deshalb ging man auch konzentriert in das Auswärtsspiel in Stassfurt. Die Notwendigkeit erschloss sich schon in den ersten Minuten, nachdem der stark spielende Stassfurter Cieszynski bereits seinen 5. Treffer nach knapp 10 Minuten zum 6:6 Gleichstand markierte. Allerdings war dies auch der letzte Ausgleich, welcher dem Gastgeber gelingen sollte. Aber den Panthern gelangen nun wieder schnelle Treffer und so blieb man über eine 7:10 und 13:16 mit drei Toren in Führung. Die Stassfurter kämpften sich aber wieder heran, bevor Jonas Hellmann mit zwei schnellen Treffern den 17:20 Halbzeitstand herstellte. Zur Pause war schon abzusehen, dass es wieder viele Tore geben wird.

In der zweiten Hälfte wuchs der Abstand allmählich an. Nun wechselten sich sehr schöne Ballkombinationen mit einigen technischen Fehlern und Unaufmerksamkeiten ab. Auch bedingt durch ständige Unterbrechungen litt etwas das temporeiche Angriffsspiel der Panther nach dem Wiederanpfiff. In unmittelbare Gefahr gerieten die Panther allerdings nicht mehr. In der 53. Spielminute, beim Stand von 25:31, waren die USVler dann erstmals mit sechs Toren in Front. Beim Gastgeber war es nun immer öfter Jens Osterloh, welcher auf der Außenbahn den Durchbruch durch die Hallenser Deckung schaffte. Am Ende war er mit zehn Treffern erfolgreichster Staßfurter Werfer an diesem Tag. Trotzdem verfestigte sich der Eindruck, dass die Hallenser genau wussten, welche Stärken wann  – im wahrsten Sinne des Wortes  – ausgespielt werden mussten. Das Erfolgsrezept war letztendlich wieder einmal die geschlossene Mannschaftsleistung gepaart mit den schnellen Antworten auf die 37 Treffer der Stassfurter. Mit 44 Toren erzielten die USVler nun bereits das dritte Mal die 40er Marke in der noch jungen Saison, zumal wieder von allen Positionen mehrfach getroffen wurde.

In der Tabelle bleiben die Panther verlustpunktfrei mit dem HC Burgenland und der HG 85 Köthen. Die HG kommt nun am nächsten Wochenende nach Halle. Das verspricht wieder Handball “extreme” in reiner Derby-Kultur. In der letzten Saison gab es zwei sehr knappe Siege mit jeweils einem Tor für die Panther. Zu Hause wollen die Hallenser auch nach zwei Jahren ungeschlagen bleiben und den zweiten Platz verteidigen. Natürlich ist die Partie gegen Köthen auch ein Prestige-Match. Der Oktober wird ohnehin ein heißer Handball-Monat. Mit Delitzsch, Dresden und Plauen/Oberlosa folgt ein Hochkaräter nach dem anderen. Aber erst einmal heißt es, sich gegen Köthen intensiv vorzubereiten, um die nächsten Punkte ins Visier zu nehmen.

Es spielten:

Feger, Weber,

Kosak, Berends S. 6, Berends N. 1, Reißmann 8, Pfeiffer, Hellmann 10/4, Kryszon 9, Sogalla 3,

Gruszka 3, Conrad 4, Thiele,

Panther weiterhin ungeschlagen

Die Männer vom USV Halle Panther bleiben in der Mitteldeutschen Handball Oberliga weiterhin ungeschlagen. Mit dem deutlichen Heimsieg von 40:29 belegen sie nun mit 6:0 Punkten den zweiten Tabellenplatz.

Die Gäste aus Apolda erwischten einen guten Start ins Spiel und gingen schnell in Führung. Der erste Torwurf der Hallenser scheiterte und Apolda konnte dies zur 0:2 Führung nutzen. Das dies allerdings auch die letzte Führung der Gäste sein sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Die Panther kamen nun besser ins Spiel und drehten dieses innerhalb von drei Spielminuten in eine eigene 5:2 Führung. Die Gäste ließ dies aber völlig unbeeindruckt und schnell schafften sie es wieder, das Spiel beim Stand von 5:5 auszugleichen. In einer überaus fairen Partie gestaltete sich ein offener Schlagabtausch. Über ein 12:10, 14:12 blieb Apolda bis zum 15:13 am Gastgeber dran. Helmut Feger parierte einige starke Würfe von Apolda und leitete so immer wieder den schnellen Angriff ein. Bereits zum Seitenwechsel lagen die Panther mit 21:16 in Führung.

Mit seinem siebten Treffer von insgesamt zehn eröffnete Tom Kryszon die zweite Spielhälfte. Bei den Gästen war es immer wieder Jan Schindler, dem der Durchbruch durch die Hallenser Deckung gelang. Er war am Ende mit vierzehn Treffern erfolgreichster Werfer. Die nun immer stärker aufspielenden Hallenser konnte er aber auch nicht mehr stoppen. Von allen Positionen konnten Tore erzielt werden und der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut. Dem hohen Tempo der Panther zahlten die Apoldaer letztendlich den Tribut der hohen Niederlage. Auch konnte sich nun im Hallenser Tor Oliver Weber mit einigen Glanzparaden auszeichnen. Mit der Schlusssekunde gelang Tom Kryszon der 40:29 Siegtreffer. In der Zwischenbilanz der Tabelle finden sich die Panther auf Grund des sehr guten Torverhältnisses auf Platz 2 wieder.

Es spielten:

Feger, Weber,

Berends S. (2), Berends N. (2), Reißmann (3), Pfeiffer (5), Hellmann (3/2), Kryszon (10), Sogalla (5), Gruszka (3), Conrad (7), Thiele

Text: Olaf Thiele

Panther im 1. Auswärtsspiel in Torlaune

Mit einem Kantersieg in Bad Blankenburg springen die Panther auf Platz 3 nach dem 2. Spieltag. Ein sehr überzeugendes 28:42 Ergebnis stand am Ende auf der Anzeigetafel. Dabei lief die Vorbereitungswoche nicht optimal. Jonas Hellmann und Chris Thiele meldeten sich mit Grippe ab. Paul Kosak laboriert weiterhin an einem Muskelfaserriss und Laurenz Brodowski verletzte sich an der Hand. Der gesamte Kader war somit schon erheblich geschmälert.

Umso konzentrierter begannen die Panther die Partie. Die USVler wurden zwar nicht als amtierender Meister angekündigt, spielten als solcher aber in den ersten Minuten auf. Die 1:0 Führung des Gastgebers sollte auch die einzige Führung des gesamten Spiels bleiben. Nach 11 Minuten führten die Panther bereits mit 4:8. Dieser 4-Tore-Vorsprung konnte auch bis zur Halbzeit verteidigt werden und so ging es mit einer 16:20 Führung in die Pause. Zu diesem Zeitpunkt konnte Niklas Reißmann bereits 9 Tore beisteuern. Am Ende stand er mit 12 Treffern auf der Torschützenliste. Auch Tom Kryszon war in Torlaune und netzte 10 Mal ein. Wie so oft traf er vom Kreis, aus den Aufbau heraus und Konterabschlüsse waren ebenfalls dabei und diesmal auch ein verwandelter Strafwurf.  Nach der Rückkehr aus den Kabinen ließen die Panther nichts mehr anbrennen. Kontinuierlich bauten die USVler ihren Vorsprung aus. In der 45. Spielminute stand es bereits 22:32. Erst in der 52. Minute gelang den Blankenburgern nach 12 Minuten ein weiterer Treffer. Helmut Feger und Oliver Weber parierten eine Vielzahl von gegnerischen Würfen und steuerten ihren Beitrag zum herausragenden Sieg bei. Die Gastgeber und ihre Fans waren mehr als deprimiert und so unterließen die Panther den obligatorischen Auswärtssieg-Gesang und den Tanz im Kreis in fremder Halle.

Nun heißt es sich auf die nächste Heimbegegnung vorzubereiten. Der HSV Apolda 1990 kommt am Samstag nach Halle. Nach zwei Siegen wollen die Panther auch das zweite Heimspiel gewinnen und die nächsten Punkte holen.

Es spielten:

Feger, Weber,

Kaßler 5, Kosak, Berends S. 3, Berends N. 4, Reißmann 12, Pfeiffer 1,  Kryszon 10/1, Sogalla 5, Gruszka 2, Brodowski, Conrad

Text: Torsten Kamenz

Saalestädter graben Saalestädter das Wasser ab

Am ersten Punktspieltag der neuen Hallenhandballsaison besiegten die USV Halle Panther den HBV Jena 90 mit 32:29 und sichern sich die ersten zwei Punkte.

Der amtierende Meister der Mitteldeutschen Oberliga stand gleich im ersten Spiel vor einer großen Herausforderung. In heimischer Halle empfingen sie am Samstagabend die Gäste aus der Saalestadt Jena, welche mit einem frischen verstärkten Kader anreisten. Die Partie begann mit sehr hohen Tempo. Nicolas Berends erzielte schnell die Hallenser Führung, die Gäste allerding glichen sofort wieder aus. Es war deutlich zu erkennen, dass durch die neuen Regeländerungen das Spiel noch an Geschwindigkeit zunehmen wird, da der Anwurf nun noch schneller ausgeführt werden kann. Tore durch Sogalla, Pfeiffer und Berends brachten die Panther in eine 4:1 Führung. Beide Abwehrreihen packten ordentlich zu und Helmut Feger im Hallenser Tor zeigte von Beginn an eine Glanzleistung. Drei Strafwürfe in Folge für Jena brachten in der achten Spielminute den 5:5 Ausgleich. Bis zur 16. Spielminute führten die Männer um Trainer Ines Seidler das Spiel dennoch an, allerdings häuften sich nun die Fehlwürfe. Den Gästen gelang es, in der 19. Spielminute erstmals beim Stand von 9:10 die Führung zu übernehmen. Seidler reagierte nun sofort mit einer Auszeit welche auch umgehend Wirkung zeigte. Durch Treffer von Sogalla, Thiele, Kryszon und Pfeiffer lag man innerhalb von vier Minuten wieder mit 13:10 in Führung. Die Jenaer blieben aber dran und konnten das Spiel offen gestalten. Zum Seitenwechsel beim 16:17 lagen diese dann sogar wieder mit einem Tor vor.

Mit viel Elan kamen die Gäste aus der Kabine und erzielten schnell zwei Treffer in Folge zur 16:19 Führung. Julius Conrad, Nicolas Berends und Tobias Pfeiffer brachten die Hallenser zum 19:19 Ausgleich. Eine doppelte Überzahl konnten die Panther dann effizient nutzen. Sascha Berends erzielte die 21:20 Führung. Kurz darauf erhöhte sein Bruder Nicolas mit seinem sechsten Treffer aus 22:20. Die Abwehrreihe der Jenaer wurde für ihre harte Gangart nun immer wieder mit Zeitstrafen bestraft. Bereits in der 38. Spielminute musste der erste Spieler nach drei Zeitstrafen vom Feld und nur wenige Minuten später folgte der zweite Spieler. Insgesamt kassierten die Gäste zwölf Zeitstrafen und zwei rote Karten, auf Hallenser Seite waren es nur fünf Zeitstrafen und eine rote Karte. Bis zum Stand von 24:24 in der 45. Spielminute verlief das Spiel sehr ausgeglichen, dann übernahmen die Panther jedoch die Führung. Als dann auch noch Neuzugang Oliver Weber im Hallenser Tor einen Strafwurf parieren konnte und im Gegenzug Sascha Berends die Panther mit 27:24 in Führung warf, hielt es nun niemanden mehr auch den Sitzen. Jonas Hellmann verwandelte den fünften von insgesamt sechs Strafwürfen zur 30:25 Führung in der 53. Spielminute. Die Panther verteidigten ihre Führung nun auch härter und so kassierte Nicolas Berends nach seiner dritten Zeitstrafe in der 58. Spielminute noch eine rote Karte. Am Ende war die nicht mehr Ergebnis gefährdend und so siegten die Panther im ersten Saisonspiel mit 32:29. Auch wenn spielerisch die eine oder andere Situation ausgewertet werden muss, zeigten die Panther eine hervorragende Moral und Kampfbereitschaft. Nicht nur die mannschaftliche Geschlossenheit, sondern auch der individuelle Kampf um jeden Ball waren im Auftaktspiel der Panther sehr bemerkenswert.

Es spielten:

Feger, Weber,

Kaßler, Kosak, Berends S. 6, Berends N. 6, Reißmann 3, Pfeiffer 5, Hellmann 6/5, Kryszon 1, Sogalla 2, Gruszka, Brodowski, Conrad 2, Thiele 1,

Text: Olaf Thiele

Panther bleiben zu Hause ohne Punktverlust

Im Derby geht es manchmal recht kurios zu. Nach der Niederlage in Delitzsch wollten die Panther natürlich zeigen, dass dies nur ein PlayOff-Ausrutscher war und das Derby-Rückspiel auch unbedingt für sich entscheiden. Die Gäste aus Köthen hatten sich zum Ziel gesetzt, den 2. Platz in der Tabelle unbedingt verteidigen zu wollen. Leider konnten nur wenige HG 85-Fans nach Halle kommen, da an diesem Wochenende die Jugendweihefeiern in Köthen anstanden. Bei sommerlichen Temperaturen begann die Partie wir zu erwarten mit einem munteren Schlagabtausch. In den ersten 15 Minuten wechselte sich die Führung ab, bevor die Panther einen Drei-Tore-Vorsprung heraus arbeiten konnten. Dies veranlasste den Gäste-Trainer, eine Auszeit zu nehmen. Danach lief es für die USVler nicht mehr ganz so flüssig und die Köthener schafften bis zum Halbzeitpfiff den Ausgleich zum 17:17.

Ziemlich gleich verlief die zweite Hälfte der Begegnung. Mit offenen Visier standen sich beide Mannschaften gegenüber. Viel Luft ließ keiner der beiden Teams ran, bevor in der 43. Spielminute Köthen ihrerseits mit drei Toren in Führung ging. Auch hier nahm diesmal Ines Seidler die Auszeit, um ihre Panther für die restlichen 15. Minuten neu einzustellen. Die USVler benötigen sieben Minuten, um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Eine herausragende Rolle spielte dabei Tom Kryszon, welcher sowohl vom Kreis als auch von der Aufbauposition insgesamt 12 Treffer in der Partie erzielen konnte. Die Gäste gingen zwar noch einmal mit zwei Toren in Führung, aber Franz Flemming bot im Tor mit einigen Glanzparaden den nötigen Rückhalt und hielt die Panther im Spiel. Fünf Minuten vor Schluss stand es wieder Remis und spätestens jetzt war der Derby-Modus eingeschaltet. Die Panther konnten zwei Tore vorlegen. Köthen erzielte den Anschlusstreffer, bevor Chris Heyer den 33. Treffer erzielte. Dann wurde es noch einmal sehr turbulent. Im Gegenzug erhielt Köthen einen Strafwurf zugesprochen, welchen Franz Flemming erst parierte, dann aber den Treffer im Nachwurf hinnehmen musste. Es waren noch 20 Sekunden zu spielen und die Panther hatten den Angriff. Natürlich gingen die HGler in die offene Deckung über. Ein Fehlwurf brachte den Gästen noch einmal die Chance auf den Ausgleich. Durch zwei Fouls verstrichen aber die Sekunden, so dass am Ende nur ein 12m-Freiwurf für die Köthener heraussprang, welcher seinen Weg nicht bis ins Tor fand.

Mit einem glücklichen 33:32 Sieg gingen die Punkte an den USV Halle. Die Köthener Mannschaft war sichtlich frustriert. Am nächsten Wochenende spielen die HGler nun in einem echten Endspiel um Platz 2 gegen Delitzsch. Für die Panther heißt es auch im letzten Spiel der Saison eine weiße Weste zu behalten. Außerdem ist noch die Revanche für die hohe Niederlage gegen Glauchau/Meerane aus dem Hinspiel offen.  Am 18.06.2022 geht es um die letzten zu vergebenden Punkte. Der amtierende Meister hofft auf ein zahlreiches Heimpublikum, um gemeinsam den letzten Sieg zu holen und die Meisterschale im Empfang zu nehmen!

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler 2, Berends N. 5, Kosak 1, Heyer 5/1, Berends S. 2, Wagner,  Pfeiffer 1, Hellmann, Kryszon 12, Sogalla 4, Gruszka 1, Brodowski, Thiele

Panther stolpern durch die letzte Auswärtspartie – Panther ohne Biss

Ein glanzvoller Meister-Auftritt zum letzten Auswärtsspiel sollte sicher anders aussehen als die Partie gegen den NHVC Delitzsch. Die Mannschaft um Trainerin Ines Seidler und die mitgereisten Fans hatten sich auch einen anderen Verlauf der Begegnung vorgestellt. Die Vorbereitungswoche durch Spieler-, Co-Trainer- und Trainingseinheitsausfall war zwar suboptimal, aber am Ring durch die Concorden-Halle wollten die Panther sich auch nicht führen lassen. Dies ist allerdings von der 1. Minute an passiert. Fehlwürfe, technische Fehler und keine Zugriffe in der Abwehr reihten sich aneinander, nach 22. Minuten konnten die USVler gerade einmal 2 Feldtore vorweisen. Ein 17:10 zur Halbzeit war schon recht eindeutig. Trotz einiger Umstellungen und dem Bewusstsein, den Meistertitel sicher zu haben, war von einer Kehrtwende in der zweiten Hälfte wenig zu spüren. Obwohl die Gastgeber die doppelte Strafzeit auf der Bank verbringen mussten, fehlte den Panthern jegliche Durchschlagskraft im Angriff und die Abwehr stellte sich weiterhin als äußerst löchrig da. So vergrößerte sich der Abstand nach und nach. Am Ende der Begegnung kassierten die Panther eine 35:25 Niederlage und damit die höchste der gesamten Saison.

Bei einigen Sportarten besteht die Möglichkeit, den schlechtesten Versuch streichen zu lassen. Für diese Spielserie wäre sicher diese Partie eine potenzielle Kandidatin. Natürlich darf man nicht vergessen, dass aus drei schweren Auswärtspartien vier Punkte geholt wurden und dies ein wesentlicher Garant für den vorzeitigen Meistertitel war. Dann dürfen Panther sicher auch mal einen Kater haben. Nun gilt es aber, die eingetretene Katerstimmung in den nächsten zwei Wochen zu überwinden. Im Derby gegen die HG 85 Köthen wollen die Hallenser zeigen, das sie zu Recht den Meistertitel tragen. In der SWH.Arena hofft man auf ein großartiges und zahlreiches Publikum, welches lautstark die Panther unterstützen soll. Die Mannschaft und das Trainerteam werden ihren Beitrag für einen erfolgreichen Heimauftritt leisten.

Die PlayOff-Tabelle auf den folgenden Plätzen ist nach wie vor eng. Gleich vier Mannschaften kämpfen um die letzten vier Punkte. Die Teams aus Köthen, Freiberg, Delitzsch und Glauchau/Meerane können noch die Medaillenränge erreichen. Somit werden die beiden letzten Spieltage noch einmal recht spannend werden. Die Panther wollen dabei die Meisterrolle spielen.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler, Berends N. 1, Kosak 1, Heyer 6/6, Berends S. 1, Reißmann 2, Pfeiffer 1, Kryszon 6, Sogalla, Gruszka 2, Conrad 4, Thiele

 

Panther holen 3 Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft

Für Sportler gibt es immer diese Momente, welche für die ganz persönliche Ewigkeit und natürlich für die Mannschaft geschaffen sind. Davon gab es am Samstag gleich zwei – mit dem Siegtreffer von Sascha Berends in der letzten Sekunde und kurz danach, als die Mannschaft erfuhr, dass es für die HG 85 Köthen nur zu einem Remis in Pirna gereicht hatte. Dies bedeutete nicht nur den Auswärtssieg, sondern die Meisterschaft in der MDOL 2021/22.  Ausgelassen wurde gefeiert, Meistershirts wurden übergezogen und die Fans hatten die Meisterplane dabei! Ein gelungener Auftritt mit einem perfekten Abend in Freiberg.

Vor dem Spiel war allerdings höchste Konzentration gefragt. Die typische Ruhe auf der Hinfahrt im Bus, die Spielvorbereitung, die Ansagen des Trainerteams und die WarmUp-Phase vor dem Anpfiff zeigten schon, dass das Team sich darauf fokussierte, aus Freiberg zwei Punkte mitzunehmen. Die Dachse der HSG wussten aber auch um Ihre Chance, in eigener Halle einen weiteren Sieg einzufahren. Beide Teams waren bis zum Anpfiff ungeschlagen in den PlayOffs unterwegs.

Pünktlich 20 Uhr ging es los. Nach zwei Minuten lagen die Panther mit 1:2 vorn, dies blieb allerdings auch die letzte Führung bis zu den Schlussminuten der Partie. Es entwickelte sich ein recht schnelles Spiel und ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Panther und Dachse. Die Führung der Gastgeber und anschließender Ausgleichstreffer der Panther wechselten sich ab. So stand es in der 28. Minute 16:16, bevor die Dachse noch zwei Treffer bis zu Halbzeit vorlegten. Bis dahin hatten die USVler schon einige sehr gute Chancen vergeben, einfache Tore aus der Aufbaureihe der Freiberger zeigten auch, dass die Abwehrbewegungen der Panther noch nicht optimal funktionierte. So ging es mit einer 18:16 Führung der HSGler in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff versuchten die Gastgeber, ihren Vorsprung auszubauen, was ihnen  bis zu 40. Minute auch gelang. Beim Stand von 21:17 nahm Ines Seidler die notwendige Auszeit. Eine vermeintliche Vorentscheidung im tierischen Duell sollte natürlich vermieden werden. Freibergs bester Spieler Nico Werner gelang es noch, einen Strafwurf zu verwandeln. Dann begann die Jagd der Panther. Den Dachsen gelangen in den letzten 20 Minuten gerade einmal drei Treffer. Franz Flemming im Tor gab den nötigen Rückhalt für die nun fast epische Restspielzeit. Sicher waren noch einige technische Fehler und misslungene Torwürfe zu sehen, aber die Aufholjagd zeigte bei den Dachsen eine deutliche Wirkung. In der 52. Spielminute beim Stand von 24:22 krönte Franz Flemming seine Leistung mit einem gehaltenen Strafwurf gegen Nico Werner. Im Gegenzug gelang der Anschlusstreffer durch Chris Heyer und Tom Kryszon sorgte auf seine unnachahmliche Art für den Ausgleich und dem folgenden Führungstreffer in der 57. Minute zum 24:25. Die Halle tobte und alle hatten sich von Ihren Plätzen erhoben, als Nico Werner wiederum den Ausgleich warf. Beide Teams schenkten sich nichts, jedoch gelang kein weiterer Treffer. Die Trainerteam der Gastgeber nahm nun die Auszeit. nach einer vergebenen Chance der Freiberger, verblieb den Panthern nun 20 Sekunden für den entscheidenden Prankenhieb. Ines Seidler nahm die Auszeit, um den letzten Angriff zu besprechen. Es sollte ein Angriff für die Geschichtsbücher der MDOL in der Saison 2021/2022 werden. Sascha Berends beendete mit seinem Treffer in letzter Sekunde das lange Warten auf den Meistertitel für die USV Halle Panther! Für alle Anwesenden war dies schon ein denkwürdiger Augenblick. Selbst Trainerin Ines Seidler konnte es kaum fassen – für Sie übrigens der erste Titel in der MDOL und natürlich auch für viele Spieler.

Mit der Meisterschaft im Gepäck wurde sehr spät die Rückfahrt angetreten, welche auch recht ausgelassen verlief. Vielen Dank für sein Verständnis an unseren Meisterfahrer Silvano! Leider ear dies für die laufende Sasion auch die letzte Fahrt. Nächste Woche geht es nun nach Delitzsch, bevor im Juni die abschließenden beiden Heimspiele anstehen. Ziel ist es trotz vorzeitigem Titelgewinn die restlichen PlayOff-Spiele zu gewinnen, um die Saison 2021/22 wahrhaft meisterlich zu beenden.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler, Kosak 2, Heyer 5, Berends S. 2, Berends N. 1, Reißmann 1, Pfeiffer, Sogalla 2, Conrad 5,  Kryszon 7, Gruszka 1,  Thiele

Text: Torsten Kamenz

 

 

Duell der Saalestädter – in Halle fließt das Wasser schneller

Jena und Halle nehmen für sich beide in Anspruch, den Beinamen „Saalestadt“ zu führen. Nun stellte sich die Frage, ob der HBV Jena 90 oder Halle in der selbigen baden gehen würde. In der schön gelegenen Werner-Seelenbinder-Halle war die Anpfiff-Zeit und die Seitenwahl schon eine taktische Variante im Spiel. Die untergehende Sonne sorgte in der zweiten Hälfte durchaus für eine rote Stirn bei Torwart Helmut Feger und zusammen gekniffenen Augen bei manchem Spieler.  Zu diesem Zeitpunkt war die Partie allerdings schon fast entschieden.

Eine schnelle Führung der Panther in den Anfangsminuten  konnten die Gastgeber zwar kurzzeitig nach 15 Minuten ausgleichen. Die USVler übernahmen aber schnell wieder das Zepter im Spiel und bauten in der verbleibenden Zeit der ersten Hälfte ihren Vorsprung wieder auf drei Tore aus. Mit einer 11:14 Führung der Panther ging es in die Pause. In der zweiten Hälfte behaupteten die USVler ihre Führung. Geprägt war diese 30 Minuten zeitweise von einigen technischen Fehlern, Strafwürfen und -zeiten auf beiden Seiten. Wirklich in Gefahr gerieten die Panther allerdings nicht. Schöne Tore von den Außenpositionen, einige gute und erfolgreiche Kombinationen und ein gut aufgelegter Helmut Feger im Tor sorgen für einen ungefährdeten Sieg. Die PlayOffs führen die Panther mit 18:2 Punkten an. Köthen und Freiberg folgen mit jeweils 12:8 Punkten. Vier Partien müssen noch gespielt werden. Nächstes Wochenende folgt ein Kracher. Die Hallenser müssen nach Freiberg in den Dachsbau. Panther gegen Dachse ist naturgemäß eine bissige Angelegenheit, zumal der Tabellenführer zum Drittplatzierten fährt. Ganz nebenbei kann dort schon eine Vorentscheidung über den Ausgang der Saison fallen. Die Bronzemedaille und somit das Saisonziel der Panther ist jedenfalls schon vier Spieltage vor Saisonende erreicht. Die Jagd nach der Meisterschaft geht weiter!

war bei allen riesig.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kosak 5, Heyer 10/6, Berends S. 3, Berends N. 4, Sogalla 1, Conrad 4, Pfeiffer, Kryszon 1, Gruszka 1, Thiele

Text: Torsten Kamenz