Kader beim USV fast komplett

Martin Danowski kommt von Lok Pirna.

VON ENRICO WERNER – Mitteldeutsche Zeitung Halle

HALLE/MZ – Im Hause Danowski werden gerne Wetten abgeschlossen. Martin Danowski und sein Bruder Niklas spielen oft zusammen Fifa auf einer Spielkonsole, Wer verliert, muss Wäsche waschen oder den Geschirrspüler ausräumen. Wie passend, dass der 22-jährige Martin und sein 17-jähriger Bruder bald aufeinander treffen, Niklas spielt beim SC Magdeburg II. Martin, auch aus der SCM-Schule, ist der vierte Neuzugang bei den Handballern vom USV Halle. Am Freitag spielt Halle in Magdeburg. Dass Kreisläufer Martin das Bruder-Duell gewinnt, ist wahrscheinlich.

Denn Martin Danowski, der letzte Woche einen Zweijahresvertrag beim Drittliga-Aufsteiger unterschrieben hat, kommt mit beeindruckenden Statistiken nach Halle. Der gebürtige Magdeburger, der übergangsweise bei seinen Eltern an der Elbe wohnt, aber nächste Woche nach Halle zieht, spielte im letzten Jahr bei Lok Pirna, davor zwei Jahre beim Dessau-Roßlauer HV in Liga drei. Und bei den Sachsen in Pirna, die abgeschlagen abgestiegen waren, war Danowski Leistungsträger. 105 Tore sind beeindruckend. Er wollte auch bleiben. Aber: „Ende Mai wurde mitgeteilt, dass der Verein einen Wiederaufstieg wirtschaftlich nicht hinbekommt”, sagt Danowski.

Weil er weiter dritte Liga spielen wollte, nahm er vor drei Wochen  Kontakt zu Robin John auf. Der stellte die Verbindung zu Trainer Jörg Neumann her. Dann ging es schnell. Er lehnte auch ein Angebot von der HG Köthen aus der Oberliga ab. „Da hätte ich auch in Pirna bleiben können”, sagt er selbstbewusst. Ist Danowski ein Königstransfer? „Würde ich so nicht sagen”, meint Neumann. „Aber er ist drittliga erfahren, kann sich gut durchsetzen, redet viel.” Das klingt löblich.

Der Kader des USV nimmt Gestalt an. 15 Spieler hat Halle jetzt unter Vertrag, ein Rückraumspieler soll noch kommen. Mit-Danowski kehrt auch neue Hoffnung zurück. Die Hoffnung, dass Halle nicht komplett chancenlos ist. „Der Klassenerhalt dürfte kein Problem sein.”, glaubt Danowski. Er lobt den Rückraum mit Maximilian Haase und Pierre Sogalla und die zwei Torhüter. Was vor allem wichtig ist: Der Kreis, im letzten Jahr ein großer Schwachpunkt beim USV, wird mit ihm erheblich aufgewertet. Danowski macht das rückraumlastige Angriffsspiel variabler.

Wie wichtig Danowski werden kann, zeigt auch, dass er im letzten Jahr Angebote vom HC Elbflorenz und Eintracht Hagen hatte. Elbflorenz schrammte knapp an Liga zwei vorbei, Hagen stieg auf.

Testspiele für USV

Der USV Halle befindet sich in der heißen Vorbereitungsphase. Am 30. August geht das Abenteuer dritte Liga mit dem Heimspiel gegen Aufstiegsanwärter HC Elbflorenz los. Dazu testen die Hallenser, die mit Kevin Sickert einen neuen Co-Trainer bekannt gegeben haben, fleißig. Morgen spieltder USV um 19 Uhr in Halle gegen Oberligist TuS Radis. Am Freitag ist der USV bei Drittligist SC Magdeburg II zu Gast. Der Höhepunkt ist ein Test gegen den niederländischen Meister Limburg Lions. Das Spiel am Sonntag in der Sporthalle am Bildungszentrum beginnt 13 Uhr. Der Eintritt beträgt sieben Euro.

Quelle: Printausgabe Mitteldeutsche Zeitung Halle/Saalekreis vom 19.08.2015

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