Monatliches Archiv: November 2021

Unterbrechung des Ligabetriebes

Das Präsidium des Mitteldeutschen Handball-Verbandes (MHV) hat in einer Videokonferenz am 25. November 2021 beschlossen, den Spielbetrieb in den Mitteldeutschen Oberligen der Frauen und Männer bis einschließlich 9. Januar 2022 zu unterbrechen. Zuvor hatte der Leiter der Spieltechnik, Ralf Seidler, in Konferenzen mit den Vereinen das Für und Wider einer Unterbrechung besprochen und das Votum eingeholt. Maßgeblich für die Entscheidung, die von den Präsidenten der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen einstimmig getroffen wurde, war der Schutz der Gesundheit und Unversehrtheit der am Spiel- und Wettkampfbetrieb Beteiligten. Dazu zählen neben Spielerinnen und Spieler auch Trainer, Schiedsrichter sowie Zeitnehmer und Sekretäre. Der Spielbetrieb der Oberliga soll wieder aufgenommen werden, wenn ein geregelter Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen mitteldeutschen Bundesländern wieder möglich ist. In der ersten Januarwoche 2022 wird das MHV-Präsidium die Situation neu bewerten. Ziel ist es, sportliche Entscheidungen zu Auf- und Abstieg und zu den Platzierungen treffen zu können. Die Präsidenten der drei Landesverbände würdigten die großen logistischen und finanziellen Anstrengungen aller Vereine der Mitteldeutschen Oberliga, um unter 2G- bzw. 3G-Bedingungen trainieren zu können. Sie beschlossen daher ebenfalls, Vereine, die unter den geltenden Landesverordnungen Freundschaftsspiele durchführen können, zu unterstützen.

Es ist sehr bedauerlich, diese Information mitteilen zu müssen. Die USV Halle Panther befinden sich aktuell auf dem 4. Tabellenplatz mit einem Punkt Abstand zu einer Medaillenplatzierung. Gern hätten wir die beiden nächste Spiele gegen Ascherleben und Sonneberg noch durchgeführt. Allerdings ist ein gemeinsames Auftreten in der Liga auch ein wichtiger Bestandteil des sportlichen Wettkampfs und der Fairness. Wir hoffen, dass im Januar die Rahmenbedingungen eine Fortführung des Ligabetriebes zulassen. Die Mannschaft wird weiterhin trainieren, sofern die Sporthallen noch geöffnet bleiben.

Panther überrennen die Dachse

Etwas irreführend waren die Vorankündigungen in der Zeitung zum Spielbetrieb am Wochenende. Der Ausfall aller anderen Partien zum “USV-Spieltag” am vergangenen Samstag ließ die Vermutung zu, dass auch die Begegnung in der MDOL nicht stattfindet. Die Zuschauer, welche sich trotzdem in der Sporthalle am BIZ einfanden, sahen eine sehr überzeugende Vorstellung der Panther. Noch vom Sieg gegen Bad Blankenburg waren die USVler motiviert, die erfolgreiche Heimspielserie fortzusetzen. In der ersten Hälfte sahen sich die Panther mit einer aggressiven Abwehrkette der Dachse konfrontiert und die eine oder andere Angriffsbemühung der Gastgeber lief ins Leere. So lagen die Panther nach 10 Minuten mit 3:6 im Rückstand. Trotz Unterzahl gelang den Panthern aber vier Minuten später schon der Ausgleich. Drei Strafwürfe und vier Zeitstrafen gegen die USVler konnten die Panther nicht abhalten, durch einen Treffer von Chris Heyer in der letzten Sekunde mit einem Tor in Führung und in die Halbzeit gehen.

Jeder erwartete nun eine ähnlich spannende zweite Hälfte, zumal die letzten beiden Spiele gegen Freiberg mit jeweils einem Remis beendet wurden. Mehr als ein 14:14 ließen die Panther aber nicht mehr zu und erhöhten die Spielgeschwindigkeit. Ein wieder mal super aufgelegter Helmut Feger im Tor steuerte den notwendigen Rückhalt in der gut funktionierenden Deckung bei und im Angriff lief es zunehmend besser. Schnelle, gut herausgespielte und sehenswerte Tore wechselten sich ab. Tom Kryszon konnte 10 Treffer beitragen und traf nun fast nach Belieben. Die Panther hinterließen in den zweiten 30 Minuten den Eindruck, dass diese Partie und Handball richtig Spaß machte und die Köpfe für die eine oder andere verrückte Aktion frei waren. Es gelang sicher nicht alles, aber die Hallenser strebten so einen ungefährdeten Erfolg an. Überraschend war letztendlich doch die Höhe des Sieges, wobei das Spielverhalten in der siebenfachen Unterzahl – immerhin 23% der Spielzeit – und die mannschaftliche Geschlossenheit sehr beeindruckend war.

Mit Platz 4 belegen die Panther nun einen der vorderen Tabellenplätze. Es bleibt nun abzuwarten, ob nächste Woche die Auswärtspartie in Aschersleben stattfinden kann. Die Alligatoren unterlagen knapp im Derby gegen die HG 85 Köthen mit einem Tor. Aktuell findet jede Woche eine Absprache zwischen Verband und den Mannschaften der Liga statt, ob die Fortsetzung des Spielbetriebes realisierbar ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt – Hauptsache nicht die Liga und der Handball!

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kosak (1), Heyer (3), Berends S.(7), Berends N.(2), Reißmann, Pfeiffer (2/1), Kryszon (10), Sogalla (2), Gruszka (4), Conrad (4), Thiele

Text: Torsten Kamenz

Panther gegen Dachse – ein tierisches Vergnügen

Am kommenden Samstag empfangen Halles Handballmänner den HSG Freiberg zu ihrem fünften Heimspiel der aktuellen Hallenhandball Saison in der Mitteldeutschen Oberliga. Die Partie wird 19:00 Uhr in der Sporthalle am Bildungszentrum vom Schiedsrichtergespann Sascha Hauke und Christian Lindig angepfiffen.

Hochmotiviert können die Panther in die kommende Partie gehen, konnten sie doch in der Vorwoche beim Sieg über den HSV Bad Blankenburg viel Selbstvertrauen sammeln. Vor heimischem Publikum zeigte das Team um Trainerin Ines Seidler große Moral und konnten dank einer starken zweiten Spielhälfte diese wichtige Partie gewinnen. Mit 10:6 Punkten belegen sie aktuell den fünften Tabellenplatz und bleiben damit weiter an der Tabellenspitze dran. Die HG 85 Köthen belegt mit 13:3 Punkte aktuell die Spitzenposition. Seidler muss die kommenden Wochen neben den Langzeitverletzten Jonas Hellmann nun auch vorerst auf Tobias Kaßler verzichten da sich dieser im Training eine Bänderverletzung zuzog. Die Trainerin erwartet wieder eine sehr spannende und torreiche Partie, da Freiberg ebenfalls einen sehr guten Tempohandball spielt.

Die Freiberger Dachse belegen mit vier Siegen und vier Niederlagen momentan den neunten Tabellenplatz. In der Vorwoche hatten sie spielfrei und davor konnten sie bei der HC Glauchau/Meerane einen wichtigen 19:21 Sieg einfahren. Erfolgreichster Werfer bei den Dachsen ist Rückraumspieler Nico Werner, der mit insgesamt 52 Toren den achten Platz in der Torschützenliste belegt.

Text: Olaf Thiele

Ein Sieg der Moral

Nach der vermeidbaren Niederlage letzte Woche waren die Panther gefordert, den heimischen Fans eine überzeugendere Vorstellung zu bieten als gegen Dresden. Die Situation vor dem Spiel war angespannt. Außerdem hatten die Gäste aus Bad Blankenburg den Köthener Tabellenführer am letzten Wochenende geschlagen. So kamen der HSV mit viel Selbstvertrauen in die Halle und präsentierten sich allein durch ihre körperliche Präsenz eindrücklich. Dies ließ die Panther zunächst nach Spielbeginn kalt. Nicht hochklassig, aber immer im offenen Schlagabtausch wechselte die Führung von Minute zu Minute. Auch ein 9:11 ließ die Panther nicht abschrecken und vier Minuten später führten die Hallenser mit 12:11. Die Abwehr der Panther wurde dabei vor eine bemerkenswerte Aufgabe gestellt. Die HSV-Gäste spielten lange mit sieben Spielern ohne Torwart und erzeugten ein permanentes Überzahlspiel. Dies kostete eine Menge Kraft und Aufmerksamkeit. Allerdings konnte aus den daraus resultierenden technischen Fehlern der Gäste Kapital geschlagen werden. Zur Pause stand es 17:17 und die Seiten wurden gewechselt.

Munter ging es bis zur 36. Spielminute und bis zum Spielstand von 21:21 so weiter. Eine schlechte Phase der Panther nutzten dann die Blankenburger und erspielten sich einen Vorsprung von vier Toren innerhalb von acht Minuten. Die Partie entglitt etwas den USVlern, zumal einige schwere Fouls der Gäste den Panthern zu schaffen machte. Gegen das HSV-Abwehrbollwerk gab es in dieser Phase wenig auszurichten. Nach einer roten Karte gegen die HSVler läutete Chris Heyer mit einem erfolgreichen Strafwurf die Aufholjagd und die Wende des Spiels ein. Kämpferisch vorbildlich und mit einer starken Moral ausgestattet, brachten die Panther sich nun wieder selbst ins Spiel zurück. Nur fünf Minuten später erzielte Niklas Reißmann seinen zweiten Treffer zur 30:29 Führung. Die Abwehr stand nun wieder besser. Fast entnervt wehrte sich der bis dahin beste Blankenburger Werfer mit einer Unsportlichkeit und kassierte prompt die nächste rote Karte für die Gäste. Die Panther wiederum ließen sich die Führung nicht mehr entreißen und gewannen die Begegnung vor einem begeisterten Publikum mit 36:34.

Die Belohnung ist jetzt wieder Platz 5 in der Tabelle mit 10:6 Punkten. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Schon am nächsten Wochenende kommt die HSG Freiberg ins BIZ, welche dieses Wochenende spielfrei hatten. In der Hoffnung, dass die aktuelle Pandemie-Lage noch die sportliche Auseinandersetzung zulässt, wird es mit Sicherheit nicht weniger dramatisch. Also Maske und Herztropfen mitbringen, die Panther sorgen bestimmt wieder für eine schweißnasse Stirn – nicht nur bei den Spielern.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler , Kosak, Heyer 10/1, Berends S. 3, Berends N. 2, Reißmann 3, Pfeiffer, Kryszon 5, Sogalla 6, Gruszka 2, Czycholl, Conrad 5, Thiele

Text: Torsten Kamenz

Panther vor schwerer Aufgabe

Für die Männer vom USV Halle steht am kommenden Samstag das nächste Heimspiel in der Mitteldeutschen Handball Oberliga an. Um 19:00 Uhr empfangen sie in der Sporthalle am Bildungszentrum den HSV Bad Blankenburg. Geleitet wird die Partie vom Schiedsrichtergespann Felix Henker und Stefan Schirmacher.

Die Gäste vom HSV Bad Blankenburg belegen aktuelle mit 10:6 Punkten den vierten Tabellenplatz. Sie konnten in der Vorwoche viel Selbstvertrauen tanken. Mit 31:26 besiegten sie vor heimischem Publikum die HG 85 Köthen. Der Schlüssel zum Erfolg war die Umstellung des Angriffsspieles in der zweiten Halbzeit. Sie setzten zwei Kreisspieler ein, die auf Grund ihrer Körpergröße die Köthener Abwehr in arge Bedrängnis brachte.

Die Hallenser Panther kassierten in der Vorwoche bereits ihre dritte Auswärtsniederlage und belegen mit 8:6 Punkten den sechsten Tabellenplatz. Mit der Leistung beim HC Elbflorenz II waren die Verantwortlichen nicht zufrieden und hoffen darauf, dass das Team nun in heimischer Halle wieder an die gewohnten Leistungen anknüpfen kann. „Zu Hause wollen wir unsere weiße Weste bewahren“ meinte Trainerin Ines Seidler vor dem Spiel und weiß, dass eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche gezeigt werden muss.

Text: Olaf Thiele

Bruder-Duell zu Gunsten von Dresden

Am Sonntag mussten die Panther eine weitere schwierige Aufgabe erfüllen mit dem Ziel, eventuell zwei Punkte aus Dresden mitzunehmen. Nach einer kleinen Siegesserie war die Motivation groß, diese fortzusetzen. Der Gastgeber musste allerdings auch heimwärts auftrumpfen, da andererseits drei Niederlagen in Folge zu Buche standen. Eine gewisse Würze hatte diese Partie von vorn herein. Erstmals standen sich die Zwillingsbrüder Tom und Philip Kryszon in den jeweiligen Mannschaften gegenüber. Mit dem 17-Uhr-Anpfiff wurde der offene Schlagabtausch auch sofort eröffnet. Die erste Hälfte war nicht hochklassig, dazu fehlte einfach eine handballerische Leichtigkeit des Spiels. Keine der beiden Teams konnte sich aber absetzen und ein 1-Tore-Vorsprung war die maximale Differenz auf der Anzeigetafel. Mit einem Remis von 13:13 ging es in die Pause. Die in den letzten Partien recht stabile Abwehr der Panther zeigte nun aber wesentliche Lücken. Gleich drei Akteure der Gastgeber waren nicht in den Griff zu bekommen und trafen relativ einfach. Im Angriff wirkten die USVler oft ideenlos, auch wenn sich fast alle Spieler in die Toreliste einschreiben konnten. Das Potenzial der Mannschaft hätte wesentlich mehr bieten können. So war insbesondere die zweite Hälfte folgerichtig eine fast hoffnungslose Jagd der Panther nach dem Anschlusstreffer, welcher aber ab der 40. Spielminute in weite Ferne geriet. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von fünf Toren konnten die Hallenser noch etwas Kosmetik betreiben und die Partie endete mit einem 35:32 für die Elbflorenzer. So ging im Einzelvergleich und in der Mannschaftswertung der Sieg eindeutig im Bruder-Duell nach Dresden. Die hohe Zahl an Toren täuscht aber über eine gute Torwartleistung von Franz Flemming hinweg. Seine Vordermänner ließen ihn das ein oder andere Male etwas im Stich.

Mit 8:6 Punkten rangieren die Panther nun wieder auf Platz 6. Nun kommt der HSV Blankenburg zu Besuch, welche den bisherigen Spitzenreiter aus Köthen im letzten Spiel besiegen konnten und auf Platz 4 unterwegs ist. Nun heißt es wieder, die Panther-Stärken zu aktivieren und eine überzeugende 60-Minuten-Leistung für heimischer Kulisse zu zeigen, um nicht im unteren Mittelfeld der Liga zu landen.

Es spielten:

Feger, Flemming,

Kaßler 5, Kosak 1, Heyer 5/2, Berends S. 3, Berends N. 3, Reißmann 5, Pfeiffer, Kryszon 2, Sogalla 2, Gruszka 4,  Conrad 2, Thiele

Text: Torsten Kamenz

Panther wollen auswärts punkten

Für die Handballer des USV Halle steht das nächste Auswärtsspiel an. Am kommenden Sonntag müssen sie um 17:00 Uhr in der Dresdner Ballsportarena gegen den HC Elbflorenz II antreten. Die Partie wird vom Schiedsrichtergespann Olivier Niedtner und Thomas Schüller geleitet.

Für die USV Halle Panther ist es in der aktuellen Saison das vierte Auswärtsspiel und das dritte, welches an einem Sonntag ausgetragen wird. In den ersten beiden Sonntagsspielen mussten die Panther noch Niederlagen hinnehmen, nun jedoch will man den Bock umstoßen. Drei Siege in Folge und damit Platz vier mit 8:4 Punkten lassen die Panther mit viel Selbstvertrauen in diese Partie gehen. Ein Sieg wäre nicht nur ein Sonntagsnovum, sondern auch eine hervorragende Grundlage für die darauf folgenden zwei anspruchsvollen Heimspiele im November. Das Trainerteam Seidler/Bernhardt hat alle Spieler zur Verfügung und möchte den positiven Trend fortsetzen.

Der HC Elbflorenz II belegt mit 6:6 Punkten den neunten Tabellenplatz. Sie starteten mit drei Siegen in die Saison, mussten aber in den letzten drei Spielen drei Niederlagen hinnehmen und werden sicherlich alles daran setzen, in der heimischen Halle zu punkten.

Text: Olaf Thiele